Anschnitt

Anschnitt

Heute reden wir mal über den Anschnitt. Hört sich komisch an gell? Ein anderes Wort dafür ist Beschnitt.

Der Anschnitt ist im Prinzip ein Bereich, der um das Dokument herumläuft. Die gedruckte Fläche wird damit größer, als man das eigentlich brauchen würde. Sinn der Angelegenheit ist es, wenn z.B. Visitenkarten mit farbigen Flächen gedruckt werden, das der Drucker nicht knatsch auf Kante abschneiden muß … das schafft der nämlich nicht … sondern Raum hat, das Format sauber zu schneiden.

Ich zeig dir mal wie das Programm technisch aussieht.

Wenn du ein Grafik- oder Satzprogramm hast, Quark Xpress, InDesign oder Scribus sind hier die Programme der Wahl, aber auch Illustrator oder Corel Draw. In anderen Programmen muß man das, was ich gleich erkläre ein wenig simulieren.

Immer im Hinterkopf behalten, der Druck muß größer sein, als das was man braucht.

Ein Satzprogramm bietet in der Regel die Möglichkeit einen Anschnitt zu definieren.

Habe mal ein Visitenkartenformat von 85 x 55 mm aufgesetzt.

Die Werte gebe ich in InDesign ein.

Als Rand, das ist mein Seitenrand, gebe ich bei diesem kleinen Format 5 mm ein.

Mein Anschnitt ist 3 mm, das ist ein übliches Maß.

Wenn du unsicher bist, frag die Druckerei vorher, wie sie es gerne hätte.

 

Wenn ich dann OK geklickt habe, öffnet InDesign ein neues Dokument, welches wie hier unten aussieht.

Der schwarze Rahmen begrenzt mein Dokument.

Innen der lila Rahmen ist die Fläche, auf die wir unseren Text setzen sollten. Alles außerhalb des  lila Rahmens ist der Rand.

Die rote Linie um das Dokument herum, das ist der Anschnitt.

 

Das Dokumentformat ist 85 x 55 mm

Der Rand 5 mm und der Anschnitt 3 mm.

3 bis 5 mm Anschnitt sind ein gutes und gängiges Maß.

 

Hier habe ich mal den Bereich visualisiert, den ich als Textfeld bezeichne.

Bildelemente könnt ihr in den Rand bis in den Anschnitt setzen. Aber Text bitte nicht.

Durch 3 mm Anschnitt und 5 mm Rand seid ihr bei diesem Visitenkartenformat auf der absolut sicheren Seite. Da wird kein Text beschädigt.

 

Hier ist das komplette Format = Textfeld + Randbereich visualisiert.

 

Hier habe ich nochmal den Anschnitt dargestellt.

 

Hier habe ich eine Visitenkarte einer fiktiven Firma aus meinem Dokument gebaut.

Der Text beginnt auf der linken Seite nach dem Rand. Meine Farbe und das Hintergrundbild sind bis an das Dokumentformat rangezogen.

Der weiße Bereich rundrum ist unser Anschnitt. Das graue ist der Infobereich von InDesign.

 

Hier habe ich Bild und Farbe in den Anschnitt gezogen. So muß es aufgesetz werden, wenn diese Visitenkarte erfolgreich gedruckt werden soll.

 

Dann habe ich die Visitenkarte mit folgenden Einstellungen exportiert. Wichtig ist hier “Beschnittzugabe-Einstellungen des Dokuments verwenden”. Da werden dann die 3 mm zugegeben, die wir zu anfang als Anschnitt oder Beschnitt angelegt haben.

Schnittmarken sind natürlich wichtig. Sonst weiß keiner, wo das Dokumentenformat anfängt.

 

So sieht die PDF-Datei dann aus.

Den Beschnitt habe ich oben mal grau markiert.

 

Die feinen Linien sind die Schnittmarken, außen die Linien nennen sich Beschnittmarken (da endet der Beschnitt/Anschnitt)

 

Die grüne Linie markiert mein Format. Da sollte nun geschnitten werden.

 

Und so sieht die fertige Visitenkarte aus!

 

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