E-Book Erstellung – leicht erklärt

Das wird jetzt nicht der ultimative Leitfaden, für eine E-Book Erstellung.

Ich denke es gibt sicher mehr als einen Weg dahin. Und auch wenn ich nun E-Book Erstellung  für e-book-reader machen kann, bevorzuge ich persönlich immer noch das gute altmodische gedruckte Buch. Du kannst es in die Hand nehmen, das Papier fühlen, das Papier und auch die Druckfarbe riechen und über die Jahre wird es seinen eigenen Charakter entwickeln.

Kannst du mir ein E-Book erstellen?

Ich erzähle euch die Geschichte von Anfang an. Im Juli hat mich ein Freund gefragt, ob ich in der Lage wäre E-Book Erstellung zu händeln. Klar kann ich das. In dem Moment dachte ich nur an ein schickes PDF-Dokument. Ihr wisst schon, die Art Dokumente, die wir alle zu hunderten auf unseren Sites haben, um gebündelt Informationen an Freunde, Fans oder auch Kunden zu übermitteln. Nicht komplizierter als ein Buch für den Druck aufzubereiten. Im Prinzip müsste man am Schluss nur eine andere Acrobat-Vorlage benutzen und die Auflösung runterregeln.

Ich war im festen Glauben, das der neue Kunde solch ein PDF-E-book wünschte. Also habe ich mein Angebot erstellt, welches gerne akzeptiert wurde. Ich erhielt das Manuskript, eine OpenOffice-Datei, es wurden ein paar Bilder geliefert und die e-mail Adresse des neuen Kunden wurde übermittelt.

Ich fing an, wie ich in dieser Situation immer anfange zu arbeiten: ich öffnete InDesign, ein tolles, machtvolles Layout-Programm. Ich entwicktelte ein einfaches, leicht zu handhabendes Layout, wählte einige Details aus den Bildern aus, die der Kunde geliefert hatte, um einige Teile des Buches aufzuhübschen. Es war ziemlich leicht eine schöne Schrift zu finden, ich hatte mich für die Garamond entschieden. Für die Überschriften hatte ich eine relativ neue Schrift gewählt: Balls nennt sie sich, und erinnert an kleine Tupfen. Tupfen, wie sie auch in den Bildern vorkamen, die mein Kunde für das Buch gewählt hatte.

Ich fertigte noch zwei weitere Entwürfe an. Der Kunde sollte ja schließlich eine Auswahl haben. Und – oh Freude – der Kunde fand meinen allerersten Entwurf genauso schön, wie ich.

So weit so gut. Wir haben uns dann auch noch persönlich getroffen. Ein sehr reizender, angenehmer Kontakt.

Mein Kunde überraschte mich mit der Idee, das Buch für den Kindle-reader verfügbar zu machen. Mit dieser Idee kam eine große Welle neues auf mich zu: neu zu lernen, neu zu lesen, neu zu begreifen.

Warum ist ein pdf-E-Book so unterschiedlich zu einem Kindle-E-Book?

Gute Frage. Natürlich kann man nach wie vor ein PDF-File als e-book nutzen. Da ist nichts falsch dran, auch wenn es sicher Menschen gibt, die andere Varianten bevorzugen. Das ist wie mit Obst, einige mögen lieber Äpfel, andere lieber Fenster … ich bevorzuge Äpfel ;D.

Falls du dein E-Book über deine eigene Website vertreiben möchtest, dann bleib ruhig bei der PDF-Variante.

Im Prinzip hast du auch mehr Möglichkeiten gegenüber der Kindle-Version. Du kannst tolle Bilder einfügen, du kannst Seitenzahlen haben und Farbe … und das ist alles ein bisschen so, wie wir es vom gedruckten Buch gewohnt sind.

Der Kindle ist ein relativ neues technisches Gerät, welches von einem bekannten Buchhandelshaus im Internet entwickelt wurde. Ihr alle kennt Amazon. Ich werde jetzt auch keinen Vortrag über die wachsende Familie des Kindle halten. Ich habe so ein Teil noch nie in den Händen gehalten.

Nach der Eröffnung durch meinen Kunden: „Bitte Kindle“ habe ich unglaublich viel gelesen: Artikel, Blogs, Hinweise, Anleitungen wie man nun ein Buch für den Kindle erstellt. Jede Menge über die unterschiedlichen E-Book-Formate, das ganze für und wieder. Als ich da so mitten drin steckte, fühlte ich mich echt manches mal einfach nur überwältigt. Meine Güte, was es da alles zu beachten gab. Es schien manchmal zu viel  und zu undurchdringlich. Aber wie ihr wisst, schätze ich so eine Herausforderung schon.

Mittlerweile weiß ich: ein Kindle-E-Book ist nichts kompliziertes, es ist im prinzip recht simple bzw. einfach.

Bilder bitte nur, wenn sie unbedingt notwendig sind, ansonsten besser Finger weg.

Farben: na ja, der neue Kindle-Fire soll Farben können, aber die meisten Mitglieder der Kindle-Familie sind eher graue Typen. Die können gute alte schwarz-weiß Bilder oder wie wir gerne sagen Graustufenbilder. Die aber noch nicht mal in der Art wie wir das vom Computer gewohnt sind, mit 256 Grauabstufungen, nein sie bieten 16 Stufen. Das ist nicht wirklich akzeptabel. Wenn man also Farbbilder einbaut, dann interpretiert der Kindle sie in einer Weise, die einem bestimmt nicht gefallen wird. Genauso ist das mit Farben. Also kann man sich das auch sparen.

Man kann ein Kindle-E-Book relativ einfach mit Word erstellen. Aber wenn man wie ich mit dem Mac arbeitet, dann könnte es passieren, dass das Word-Dokument nicht akzeptiert wird.

Ich hab mir dann auch ein Programm, welches sich „Calibre“ nennt, besorgt. Es konvertiert word-Dokumente oder auch html-Dokumente in verschiedene E-Book-Formate. Wenn du ein Buch für Kindle konvertierst, dann benutzt du am Besten das mobi-Format.

Word oder html?

Nun habe ich ein wenig herumgespielt. Habe das Buch in Word layoutet, habe gelernt wie man Text-Anker setzt. Das braucht man um das Inhaltsverzeichnis für das E-Book zu erstellen. Dann habe ich das word-Dokument via Calibre ind das Mobi-Format konvertiert. Calibre hat auch einen E-Book-reader dabei. Ich war aber vom Resultat nicht sehr überzeugt.

Dann habe ich noch  mehr gelesen und ausprobiert. Habe die Word-Dateil in html umgewandelt. Kann man in Word unter „speichern unter“ machen. Oh Himmel, als ich mir das so entstandene html-Dokument angeguckt habe, bin ich fast vom Stuhl gefallen. Das war fast wie eine persönliche Krise. Soviel unnützes Zeug in der Datei, die im Prinzip nur Speicherplatz frisst.

Also noch mal alles von vorne. Wie kann ich dieses Problem lösen.

Ich hatte schon die Idee, das es das beste wäre, das ganze einfach via html auszuzeichnen.

Was brauchte ich schon? Die Befehle

<p></p> für Absätze, <h1></h1> für die Überschriftsnummerierungen<h2></h2> für die Kapiteltitel und ein klein wenig mehr, um Anker und Links zu erstellen.

Ein Anker ist im Prinzip nichts anderes als ein Link. Der Anker verweist auf ein bestimmtes Wort oder eine Passage in unserem Buch, ein Link verweist auf etwas außerhalb unseres Buches, meistens etwas, das im Internet angesiedelt ist.

Mit Hilfe von Dreamweaver, der Web-Schwester meines geliebten InDesigns habe ich mich durch das Buch gearbeitet, war in der Lage ein Schriftverhältnis für Normalschrift zu den Überschriftenformaten zu erstellen, welches auch erhalten bleibt, wenn der Nutzer des Kindle-Readers den Text vergrößert oder verkleinert. Das war sehr befriedigend für mich.

Letztendlich habe ich ein einfaches, sauberes html-Dokument erstellt, welches dann via Calibre in eine ordentliches mobi-Dokument umgewandelt werden konnte und schlussendlich im Kindle-Buchhandel hochgeladen werden konnte.

Wir brauchen auch ein Cover bei der E-Book Erstellung

Auch E-books brauchen, wie alle anderen Bücher ein Cover. Das ist nicht wirklich kompliziert, wenn man sich an die Kindle-Richtlinien halt. Der Kunde war sehr glücklich mit dem Endergebnis.

Am 18. Oktober schließlich … es war der Geburtstag meines Papas … haben wir einen Kindle-Account für das E-Book erstellt, es hochgeladen und publiziert.

Und nun kann man es bei Amazon bekommen.

Unser E-Book hat auch eine eigene Facebook-Site, am besten schaust du sie dir mal an und klickst den „gefällt mir“ oder „like“-Button. Via Facebook werden wir auch weiterhin Neuigkeiten zum E-Book veröffentlichen.

 

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2 thoughts on “E-Book Erstellung – leicht erklärt

    1. naja der geneigte leser muß ja nicht programmieren, sondern nur lesen.
      und der prozess ein buch zu drucken ist ja ähnlich komplex.

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