Schenk mir Blumen

Es ist Sonntag morgen, die Sonne scheint, die Vöglein singen, der Nachbar wirft den Grill an und ich mein Gehirn. Worüber denke ich nach? Mein Sohn würde sagen: “So dies und das!” Das trifft es irgendwie. Der Wochenplan für die kommende Woche wabbert durchs Hirn, die Idee nach frischen Brötchen poppt hoch und dann: “Wann hat mir denn eigentlich das letzte Mal jemand Blumen geschenkt?”
Ha gute Frage! Es ist zwar etwas schwierig für mich Blumen im Haus zu haben. Speziell der Mitarbeiter des Monats November hat seine sehr sehr eigenen Vorstellungen von Blumenhaltung in der Großstadtwohnung. Meistens endet das im feuchten Disaster: Blumenvase meets Boden, Wasser breitet sich aus wie bei Sturmflut, die Blumen sehen mehr als traurig aus und der Mitarbeiter hat noch nicht mal ein Schuldbewußtsein.
Aber das ist wiederum eine andere Geschichte.
Dann kommt der Name Alexander in mein Hirn. Nein Alexander war nicht der letzte, der mir Blumen schenkte, wobei DER schon, aber nicht das letzte menschliche Wesen. Die letzten Blumen bekam ich von einer Freundin aus Leipzig.
Aber die Blumen von Alexander waren schon speziell. Er schickte sie mir in meine Studentenbude im Ruhrgebiet via Fleurop. Alexander war ein Freund meiner Familie, jünger als ich und wollte katholischer Priester werden. Jo, schon strange, aber nett.
Der Kontakt zu Alexander ist über die Jahre abgerissen. Meine Familie lebt nicht mehr im Sauerland. Er ist nicht Priester geworden. An seine Blumen denke ich noch immer gerne zurück.
Heute habe ich Blumen für euch gepaart mit etwas Lokalkolorit. Das Wallpaper des Monats Mai. Ohne Kalender, weil ich zu spät in der Lieferung bin. Ich hoffe, ihr habt trotzdem Freude dran.

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