Arbeitszeiten und Selbständige

Viele Leute denken ja, das der Stundensatz eines Selbständigen – bei Helz-Design beispielsweise 60 € für die Grafik-Stunde ganz schön teuer ist. Stimmt, das ist einiges Geld. Zumal wenn der durchschnittliche Angestellte oft nur 10 oder 15 € die Stunde verdient.

Und der durchschnittliche Angestellte macht dann oft den Fehler den Stundensatz seines Handwerkers oder Grafik-Designers mit seiner Arbeitszeit zu multiplizieren.

40 Std in der Woche machen bei 60 € doch wohl 2400 € – wie geil ist das denn?

Und bei einem ganzen Monat, na da geht doch Helz-Design mit 4 x 2400 € = 9600 € nach Hause.

Schön wäre es.

Wir sind ja nicht wirklich so gierig wie es scheint.

Wir Selbständigen arbeiten viel, wirklich viel … wir kriegen nur im Gegensatz zum Angestellten nicht jede Arbeitsstunde bezahlt.

Unter Selbständigen sagt man, das man gut ist, wenn man jede zweite Arbeitsstunde verkauft kriegt.

Jetzt müssen die 9600 € mal durch 2 geteilt werden … da bleiben wir bei 4800 € hängen.

Und das passiert ja nur, wenn wir gut sind und auch wirklich 20 Stunden die Woche grafische Arbeiten zum Stundensatz verkaufen können.

Wofür geht denn die Arbeitszeit so drauf?

Also rund die Hälfte der Zeit ist bezahlte Arbeit.

 

Die andere Hälfte ist unbezahlte Arbeit.

workinghours

Unbezahlte Arbeit ist notwendig. Beispiele sind:

 

  • Büroarbeit z.B.
    also Rechungen schreiben
    Mahnungen schreiben
    Buchhaltung machen
    Bestellungen für Büromaterial
  • Marketing und Akquise
    Social Media
    Bloggen
    Flyer verteilen
    Netzwerktreffen
    neue Kunden gewinnen
  • Besprechungen mit Kunden
  • Weiterbildung
    e-learning
    Vorträge

 

Da kommt ne ganze Ecke zusammen.

 

Und selbst wenn der Selbständige tierisch viel Geld verdient, im Vergleich zum Normalangestellten.

Krankenversicherungen muß er selber tragen, es gibt auch keine Lohnfortzahlung, wenn er krank ist oder Urlaub hat. Die Hard- und Software eines Arbeitsplatzes, die schafft nicht ein wie immer gearteter Chef an, sondern die muß der Selbständige selbst ran karrren. Also von der tatsächlichen verkauften Arbeitsstunde bleibt gar nicht mehr soviel im Portmonaie übrig.

Und dann und wann braucht euer selbständiger Grafik-Designer auch Feierabend, Wochenende oder Urlaub … Freizeiten, die vom wohlmeindenen Kunden auch respektiert werden sollten.

Guter weiterführender Blogartikel:

Sie wollen nicht mehr 14 Stunden am Tag arbeiten? 25 Tipps für normale Arbeitszeiten!

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